Im Salzhaus der Burg Trendelburg können Sie einmal so richtig tief durchatmen. Gönnen Sie sich eine Dreiviertelstunde Erholung und atmen Sie sich frei in zwei Tonnen reinstem Tiefensalz. Das natürliche Salz ist rund 240 Millionen Jahre alt und frei von jeglichen Schadstoffen oder chemischen Zusätzen. Es wird in 470 Metern Tiefe gewonnen und entfaltet nun seine befreiende Wirkung im Salzhaus.

Das „weiße Gold der Erde“ galt den Menschen schon früh als „Geschenk der Götter“. Über Jahrhunderte und Jahrtausende war Salz die einzige Möglichkeit, Dinge haltbar zu machen. Bevor es Kühlschränke gab, wurden Fisch oder Fleisch gepökelt, das heißt entweder mit Salz eingerieben oder in eine Salzlösung eingelegt. Schon früher erkannte man, dass Salz maßgeblich zur Erhaltung von Gesundheit und Wohlbefinden beiträgt. Der Mensch besteht zu über 70 Prozent aus Wasser. Das Salz dient als Regulationsinstrument für den Wasserhaushalt im Körper. Flüssigkeit wandert aus Zellen mit niedriger Salzkonzentration in jene, die eine höhere aufweisen. Vor allem aber wirkt Salz anregend auf das größte Organ des Körpers, die Haut. Äußerlich angewendet ist es förderlich für die Durchblutung, wirkt wohltuend bei gereizten Schleimhäuten und setzt über die Haut zahlreiche Prozesse in Gang, die insgesamt das Wohlbefinden steigern.

Von diesen positiven Effekten können Sie sich bei einer Sitzung im Salzhaus der Trendelburg selbst überzeugen. Unser Salzhaus trägt den Beinamen „Prinzessin Mäusehaut“, und das kommt nicht von ungefähr. So heißt ein bekanntes Märchen der Gebrüder Grimm, die eine ganz besondere Verbindung zur Trendelburg haben: Der Überlieferung zufolge soll nämlich Rapunzel ihr Haar vom Turm der Trendelburg herab gelassen haben – aber das ist eine andere Geschichte. Im Salzhaus steht „Prinzessin Mäusehaut“ im Mittelpunkt, eine von drei Königstöchtern. Im Märchen will der Vater herausfinden, welche seiner Töchter ihn am liebsten hat. Die erste sagt, er sei ihr lieber als das ganze Königreich. Die zweite spricht, sie liebe ihren Vater mehr als alle Edelsteine und Perlen auf der ganzen Welt. Die dritte Tochter aber, besagte Prinzessin Mäusehaut, antwortet etwas anderes: Sie habe den König lieber als Salz. Der Monarch hält das für eine Beleidigung und will seine Tochter töten lassen. Ein Diener, der mit ihr geschickt wird, führt diesen Befehl jedoch nicht aus und organisiert der Prinzessin stattdessen ein Kleid aus Mäusehaut. Nach einigen Wirren heiratet die Prinzession einen Nachbarkönig, und bei der Feier ist auch ihr Vater zugegen. Er bekommt ungesalzenes Essen, beschwert sich darüber – und erkennt in diesem Moment, wie sehr im das Salz fehlt und wie sehr ihn also seine Tochter liebt. Das Märchen endet mit dem schönen Satz: „Da erkannt er seine Tochter und küsste sie und bat sie um Verzeihung, und es war ihm lieber als sein Königreich und alle Edelsteine der Welt, dass er sie wiedergefunden.“